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1. Frauen-Bundesliga

Game of Throws – Folge 10

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Game of Throws – Folge 10

Die Pharaoninnen, frisch gekürte Europameisterinnen und mit 11 Siegen aus 16 Spielen solide Zweite der Meisterschaft, müssen auf mehrere Schlüsselspielerinnen verzichten. Lila d’Hauteville (verletzt bei einem Baseball5-Turnier) sowie Jade Aubart-Cojan, Jade Lippert und Elsa Lepinay fehlen, da sie für ein Baseball5-Trainingslager gebunden sind. Ihnen gegenüber stehen die Panthères aus Pessac, die mit 12 Siegen aus 18 Spielen ebenfalls eine starke Bilanz vorweisen und zu den Favoriten zählen. Das Duell der beiden Teams in der Halbfinal-Entscheidung steht kurz bevor – noch ist unklar, wer Heimrecht genießt.

Die Grizzlys aus Grenoble empfangen die Wildcats aus Colombes. Für beide Teams geht es um alles: Die Grenoblerinnen müssen beide Spiele gewinnen, um die Colombiennes noch vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Während die Wildcats auf ihre gesamte Stammbesetzung zählen können, fehlt bei den Grizzlys die Top-Batterin Hermine Boudousq (Batting Average .333 in dieser Saison).

Saint-Raphaël empfängt den Abstiegskandidaten Cavigal Nice in einem Spiel, das auf dem Papier völlig einseitig wirkt – doch der Varer Club hat ein klares Ziel: die Saison ungeschlagen beenden. Die Comanches dominieren die D1 mit 17 Siegen aus 17 Spielen. Sie agieren mit einer seltenen Selbstsicherheit, einer perfekt eingespielten Offensive und bestrafen jeden Fehler der Gegner gnadenlos. Doch hinterlässt die enttäuschende Europameisterschaft vielleicht doch Spuren in den Köpfen der Varoises? Nice hingegen kämpft mit einer durchwachsenen Saison: Nur drei Siege aus 18 Spielen (.167). Doch die Rot-Schwarzen wollen die Meisterschaft mit einem Paukenschlag beenden. Gegen den unangefochtenen Tabellenführer ist jede einzelne Inning eine Chance, zu überraschen, zu lernen – und vielleicht sogar zu gewinnen.

Grizzlys vs Wildcats

 

Spiel 1: Grenoble 6-5 Colombes

Die Grenoblerinnen starteten fulminant: In der 2. Inning trafen Diane Simon und Krystina Korousova gleich zweimal, drei Läuferinnen kamen auf Base – doch nach einem Strikeout und einem Pop-Fly blieb nur ein mickriger Run. Dennoch dominierten die Grizzlys weiter und holten sich in der 4. Inning den zweiten Punkt. 2-0 – doch das schien den Gegnerinnen wenig zu beeindrucken. Die Wildcats drehten das Blatt: In der 5. Inning verkürzten sie auf 2-1, und in der 6. Inning nutzten sie die Nervosität der Gastgeberinnen aus. Drei Errors, ein Wild Pitch und eine Passed Ball – die Colombiennes gingen mit 5-2 in Führung.

Doch das Spiel war noch lange nicht vorbei! In der 6. Inning traf Lauryne Paladini-Emo nach einem Single allein ein und verkürzte auf 5-3. Dann kam der Hammer: Ellie Bouis schlug einen Triple, der die Mannschaft elektrisierte. Mit vollen Bases und nur einem Out in der letzten Inning war die Spannung greifbar. Korousova schlug den entscheidenden Ball – Walk-off! Grenoble siegt 6-5!

Die Offensive der Grizzlys war überragend: 11 Hits, vier Spielerinnen mit mindestens zwei Treffern. Ein klarer Beweis für ihre Konstanz.

Match-MVP: Ellie Bouis. Ihr Triple in der letzten Inning war der Wendepunkt des Spiels – ein monumentaler Schlag, der die Dynamik komplett umkrempelte und die Grenoblerinnen zum Sieg führte.

Spiel 2: Grenoble 14-4 Colombes

Die Wildcats waren nach der knappen Niederlage sichtlich angeschlagen. Im zweiten Spiel zeigte Grenoble dann, was in ihnen steckt: 14 Hits in nur vier Innings! Die Colombiennes kamen erst in der 4. Inning zu vier Runs, doch die Grizzlys trafen in jeder Inning. Das Duo Diane Simon – Krystina Korousova (6/7 an diesem Tag) setzte Maßstäbe, besonders mit einem Home Run von Korousova. Justine Liardet (4/5) und Lauryne Paladini-Emo (2/2) rundeten die Offensive ab. Im Pitching überzeugte Victoria Biteur mit einer starken Leistung.

Das Ergebnis: Ein klarer 14-4-Sieg für Grenoble.

Match-MVP: Krystina Korousova. Eine komplette Vorstellung: zwei Hits (davon ein Home Run), ein Double, drei RBI, drei Runs und sechs Total Bases – einfach dominant.

Panthères vs Pharaoninnen

 

Spiel 1: Pessac 8-5 Évry-Courcouronnes

Ein enges, temporeiches Spiel, das beide Teams in unterschiedliche Richtungen trieb. Évry startete mit einem Triple von Ambre Brouard und einem RBI von Emma Liminier, doch Pessac konterte sofort mit der Schnelligkeit von Isaure Gourgues und einer disziplinierten Offensive. Über die Innings hinweg bauten die Panthères ihre Führung aus, profitierten von mehreren Errors der Gegnerinnen und brachten Marion Travers, Siobhan Hayes und Camille Riera regelmäßig in Scoring-Position.

Der Wendepunkt kam in der 4. und 5. Inning: Pessac startete zwei Offensiv-Serien. Louise Le Chenadec legte mit einem perfekten Bunt den Grundstein, Travers und Hayes fügten entscheidende Hits hinzu, bevor Mylène Graves mit zwei aufeinanderfolgenden Singles für vier Runs sorgte. Die 5. Inning wurde zur Katastrophe für Évry: Drei Runs (darunter einer per Wild Pitch und einer per Error) machten den Rückstand unüberwindbar.

Évry versuchte in der 6. Inning noch ein Comeback, doch Le Chenadec beendete das Spiel souverän. Ihre Bilanz: 7.0 Innings, sieben Hits, fünf Runs (davon vier earned), ein Walk und fünf Strikeouts – eine ERA von 2.80.

Match-MVP: Louise Le Chenadec. Ihre Konstanz, ihr Offensiv-Impact und ihre Nervenstärke in den entscheidenden Momenten machten sie zur unangefochtenen Spielerin des Spiels.

Spiel 2: Pessac 2-11 Évry-Courcouronnes

Schon in der 1. Inning setzten Rosalie Coste und Ambre Brouard mit einem Double und einem Single die Pharaoninnen in Führung. Pessac versuchte zu kontern, doch eine starke Defensive und eine überzeugende Eidy Carolina Tortolero Monagas im Pitching machten es den Gastgeberinnen schwer.

In der 2. Inning bestätigte Évry seine Dominanz: Brouard schlug einen mächtigen Home Run über die linke Feldbegrenzung – zwei weitere Runs, der Abstand wurde unüberbrückbar. Pessac blieb offensiv stumm, während die Pharaoninnen jede Gelegenheit nutzten, darunter mehrere Errors der Gegnerinnen.

In der 3. und 4. Inning zogen die Pharaoninnen ihr Spiel durch: Coste traf mehrfach entscheidend, Pauthe steuerte einen RBI per Sacrifice Fly bei, Papoin erhöhte mit einem gut platzierten Single. Ein kurzer Aufschwung von Pessac in der 4. Inning (ein Single von Pedarzacq für zwei Runs) kam zu spät.

Die 5. Inning besiegelte das Schicksal des Spiels: Liminier und Coste trafen nacheinander und fügten drei weitere Runs hinzu.

Match-MVP: Tortolero Monagas. Eine makellose Leistung: 5.0 Innings, nur zwei Hits zugelassen, zwei Runs (davon einer earned), zwei Walks und drei Strikeouts – eine ERA von 0.88.

Comanches vs Cavigal

 

Spiel 1: Saint-Raphaël 13-3 Nice

Die 1. Inning war ein einziger Offensiv-Tsunami: Eine Reihe von Errors der Niçoises, präzise Hits und aggressive Läufe brachten den Comanches zehn Runs ein. Pauline Prade traf ein starkes Double, Marjorie Brunel und Inès Haudiquer folgten mit einem Double bzw. einem Triple, Chiara Enrione-Thorrand fügte einen Single hinzu, und Elsa Munier steuerte einen RBI bei. Nice versuchte zwar zu reagieren, doch zu viele Fehler, zu viele unkontrollierte Bälle und zu viele gefährliche Kontakte machten eine echte Chance zunichte.

In der 2. Inning zeigten die Niçoises mit einem Sacrifice Bunt von Christelle Giret und einem Walk von Claire Piolin erste Lebenszeichen, doch Saint-Raphaël blieb defensiv stabil. Die 3. Inning bestätigte die Dominanz der Comanches: Brunel schlug einen mächtigen Home Run, Haudiquer fügte einen Sacrifice Fly hinzu, und Prade traf weiter konstant. Die Offensive lief wie am Schnürchen – aggressiv, koordiniert, effizient.

Nice gelang es in der 3. Inning, zwei Runs zu erzielen (Charlotte Gonfrier und Emma Flayol), doch die Dynamik blieb klar auf Seiten der Comanches. In der 4. Inning fügten Saidi und Pean mit weiteren entscheidenden Hits hinzu, profitierten von einem Error und brachten Farah Saidi ins Spiel. Das Spiel endete frühzeitig durch die Mercy Rule.

Match-MVP: Farah Saidi. Eine starke Leistung im Pitching: 4.0 Innings, nur zwei Hits zugelassen, drei Runs (davon zwei earned), drei Walks und zwei Strikeouts – eine ERA von 3.28.

Spiel 2: Saint-Raphaël 10-3 Nice

Die Comanches steigerten sich im Laufe des Spiels und übernahmen schließlich die Kontrolle. Nice startete zwar besser als am Vortag: Ein Triple von Emma Flayol, gefolgt von Treffern von Rousselot und Dessi, brachte drei Runs in der 3. Inning. Doch dies blieb die einzige echte Offensiv-Serie einer Mannschaft, die sich danach immer mehr gegen die Übermacht der Comanches geschlagen geben musste.

Die 1. Inning gab bereits den Ton an: Chanal und Haudiquer trafen nacheinander, Munier erzielte einen Walk, und Enrione-Thorrand steuerte einen RBI bei. Errors der Niçoises brachten zusätzliche Basen, und Pauline Prade fügte mit einem Single weiteren Druck hinzu. Die Comanches kamen auf 4-3 heran und ließen danach nicht mehr los.

Die 4. Inning wurde zum Wendepunkt: Brunel traf einen starken Single, Sagory produzierte zwei Runs mit einem perfekt platzierten Ball, Munier brachte Läuferinnen vorwärts, Haudiquer steuerte einen RBI bei, Enrione-Thorrand erreichte die Bases per Error, und Prade schlug ein Double ins Center Field. Innerhalb weniger Minuten schoss Saint-Raphaël vier Runs ein und drehte das Spiel komplett. Nice fand danach keine Antwort mehr, trotz einiger Walks und eines Singles von Piolin.

In der 6. Inning besiegelte Haudiquer mit einem Triple und einem Run per Error die Begegnung – die Mercy Rule trat in Kraft.

Match-MVP: Marjorie Brunel. Eine überzeugende Leistung als Relief Pitcher: 3.0 Innings, nur ein Hit zugelassen, kein Run, zwei Walks und zwei Strikeouts – eine ERA von 0.78.

Die Grizzlys und die Wildcats liegen gleichauf. Es steht noch ein Spiel für Colombes und zwei für Grenoble an. Sollten beide Teams nach dem nächsten Spieltag gleichauf sein, erhält Colombes das Heimrecht in der Halbfinals, während Grenoble in die Barrage muss. Beide Teams treffen dann auf die beiden Erstplatzierten: Colombes spielt gegen die Comanches, Grenoble gegen die Pharaoninnen. Ein Sieg wird in diesen Duellen zur absoluten Sensation.

Für die Pharaoninnen ist die Rechnung einfach: Ein Sieg sichert den 2. Tabellenplatz und das Heimrecht im Halbfinale gegen Pessac. Doch sie müssen gegen Grenoble antreten – eine Mannschaft, die für Überraschungen gut ist und trotz ihres Tabellenplatzes gefährlich sein kann. Für die Panthères ist die Situation bitter: Ihre reguläre Saison ist vorbei, sie müssen nun auf einen Patzer von Évry hoffen.

Die Comanches schreiben Geschichte: 17 Siege, null Niederlagen – und die Chance, eine perfekte Saison zu krönen. Das letzte Spiel ändert zwar nichts am Tabellenstand, doch es könnte eine der seltenen, makellosen Leistungen im französischen Softball besiegeln. Der Druck ist symbolisch, aber immens: Unbesiegt in die Sommerpause gehen.

Nice hingegen steigt als Letzter in die D2 ab. Eine enttäuschende Saison geht zu Ende – doch vielleicht mit einem letzten Funken Stolz.

 

Sébastien Dondé + lokaler Korrespondent

Fotos: RS der Vereine; Design der Ergebnisse und Tabellen: Lucas Arrighi.

Verfasst von

BaseballTV Team

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3 Kommentare

  • Gourgue Isaure Triple A

    Bonjour,

    Il n’y a pas de « s » à Gourgue 😉

  • Sébastien Dondé MVP

    Erratum dans la conclusion : les Comanches comptent 19 victoires en autant de rencontres.

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