Kuba ist Weltmeister im Baseball5. Bei der ersten Weltmeisterschaft in Mexiko dominierte die kubanische Mannschaft und blieb die gesamte Konkurrenz über ungeschlagen. Die Kubaner, die Pioniere dieses Sports und weltweit durch Exponate bekannt, gewannen die erste Ausgabe mühelos.

Auszug aus der Rede des kubanischen MVP: Briandy Molina
« Für uns ist das sehr wichtig, da wir die Pioniere dieser Disziplin sind und sie weltweit verbreiten », erklärte Briandy und bezog sich auf den Titelgewinn und den MVP-Preis mit seinen kubanischen Teamkollegen. « Es gibt nichts Besseres, als die Baseball5-Weltmeisterschaft zu gewinnen. »
Beim Blick auf das Endergebnis wird klar, dass diese Disziplin noch nicht von allen großen Baseball-Nationen wie den USA, Australien oder den Niederlanden als sportliche Herausforderung wahrgenommen wird. Dennoch findet sich in der Tabelle der besten Teams die gleiche Reihenfolge wie im weltweiten Baseball: Japan, China, Mexiko und Venezuela. Frankreich, nach seinem Europameistertitel, konnte sich gegen die Top-Teams messen und belegte den 9. Platz.

Organisatorisch hatte Mexiko viel aufgeboten. Bedauerlich ist, dass die Übertragungen nur in der Finalphase hochwertig waren. Die Vorrundenspiele und Platzierungsspiele wurden mit nur einer zentralen Kamera, ohne Kommentare und ohne Scoreboard übertragen, was die Verfolgung erschwerte. In den Finalphasen gab es dann Mehrkameraperspektiven, Zeitlupen, Kommentare und Scoreboards, was den Matches eine ganz andere Dynamik und Attraktivität verlieh. Man konnte die Spiele und Aktionen besser verfolgen.
Besonders auffällig war das Niveau der Kubaner, Chinesen und Japaner, die deutlich über den anderen Nationen lagen. Dies zeigte sich vor allem in der Schlagkraft und der Aggressivität beim Stehlen von Bases. Wenn der Ball hart genug innerhalb der Spielfeldgrenzen geschlagen wurde, war es für die Verteidiger oft schwierig, ihn zu fangen und weiterzuspielen. Die Schlagtechnik der Kubaner, bei der der Schläger mit einer Hand geführt wird, ist besonders beeindruckend. Auch die Aggressivität beim Stehlen von Bases war bemerkenswert. Zudem konnten die Top-Spieler auch bei Bodenbällen punkten.

Frankreich kehrte mit 5 Niederlagen und 3 Siegen nach Hause zurück. Die Bilanz ist gemischt und frustrierend, da oft nur ein Punkt den Unterschied in den Innings ausmachte. Lachcene Benhmida, der Trainer, wird mit seinen Spielern die verpassten Chancen und die Fehler in der Verteidigung analysieren. Dennoch war die Energie und der Einsatz da. Man kann hoffen, dass die Mannschaft durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb an Reife gewinnt. Zu beachten ist auch die Handverletzung von Ahmed Guesmia, die das Team in der Mitte des Wettbewerbs stark beeinträchtigte.
Jetzt, um Fortschritte zu machen, muss man auf die Jugend setzen. Die Jugendmeisterschaft steht an (Frankreich ist für die Baseball5-EM U17 vom 16. bis 19. November in Bulgarien qualifiziert) und man sollte bei den Jugend-Olympischen Spielen (Dakar 2026) eine Leistung erzielen. Eines ist sicher: Die französischen Infrastrukturen müssen sich weiterentwickeln, und es liegt an den Vereinen und Ligen, diese Arbeiten mit Unterstützung ihrer Gemeinden durchzuführen, damit die Praxis und die Talente sich verbessern.

