Die Division 1 der Frauen startet in dieses Wochenende mit einer Tabelle, die wie eine Landkarte der Ambitionen aussieht. Ganz oben marschiert Saint-Raphaël wie die Unbesiegbare Armada: zehn Siege in zehn Spielen, ein perfekter Prozentsatz, eine Dominanz, die keinen Zweifel mehr lässt: Die Comanches spielen nicht mehr nur zum Gewinnen, sie spielen, um Geschichte zu schreiben.
Direkt dahinter liegen Évry-Courcouronnes und Pessac gleichauf, jeweils sieben Siege. Ein Verhältnis, das sie zwischen Zuversicht und Wachsamkeit platziert. Die Pharaoninnen wollen beweisen, dass sie den Thron noch erschüttern können, während die Panther, zwar diskreter, aber ebenso scharf, von einem königlichen Kratzer träumen.
Colombes, auf Platz vier, bleibt in der Zone des Möglichen. Vier Siege, sechs Niederlagen, aber ein hartnäckiger Eindruck: der einer Mannschaft, die alles umwerfen kann, wenn die Mechanik greift. Die Wildcats spielen jedes Inning wie ein Versprechen der Wiedergeburt.
Grenoble, auf Platz fünf, sucht noch das Licht. Nur zwei Siege, aber ein Kampfgeist, der nie erlischt. Die Grizzlys wissen, dass ein Erfolg gegen einen Riesen alles wieder in Gang bringen kann.
Und dann gibt es noch Nice, das Schlusslicht, zehn Niederlagen, kein Sieg. Aber Teams ohne Fesseln sind oft die Gefährlichsten. Der Cavigal hat nichts mehr zu verlieren.

Wildcats de Colombes vs Pharaonnes d’Évry-Courcouronnes
MATCH 1 — Évry 19 – 13 Colombes
Ein verrücktes Spiel, in dem die Offensiven die Defensiven überrollten. Colombes schlägt 12 Hits, Évry 13, und beide Teams kombinieren 32 Runs in einer völlig entfesselten Begegnung.
Colombes startet stark. Estelle Meyer trifft dreimal, Garance Viguier multipliziert die Bedrohungen (2 Hits, 1 RBI, 1 Double, 1 Walk), Shahineze Souici trifft dreimal, Oriana Alvarado schlägt ein Double und produziert zwei Runs, Marie Ten Eyck schlägt ein Double und bringt drei Teamkolleginnen nach Hause, Manon Délégué schlägt ein Triple und drei RBIs. Eine lebendige, aggressive Offensive.
Doch Évry spielt eine Partie von chirurgischer Gewalt.
Ambre Brouard durchquert das Spiel wie ein Wirbelsturm: 3 Hits, 3 RBIs, 4 Runs, 3 gestohlene Bases. Lila d’Hauteville trifft zweimal, produziert zwei Runs, stiehlt eine Base. Léonie Pauthe schlägt ein Triple und drei RBIs. Sirena Salazar, Camille Riera, Christel Philippe… alle tragen ihren Stein zum offensiven Bauwerk bei.
Und wenn Colombes versucht, zurückzukommen, antwortet Évry sofort. Zu viele Walks, zu viele defensive Fehler, zu viele Runs gegeben: Die Wildcats erschöpfen sich, während sie einem Spiel hinterherlaufen, das ihnen entgleitet.
Khaleesi des Match 1: Ambre Brouard. Weil sie alles gemacht hat: schlagen, laufen, produzieren, destabilisieren.

MATCH 2 — Abgesagt (Regen)
Der Regen hat entschieden, wo die Teams noch keine Zeit dazu hatten. Das Duell findet nicht statt. Man muss auf einen anderen Spieltag warten, um die Fortsetzung dieser Rivalität zu sehen.
Panthères de Pessac vs Cavigal de Nice
MATCH 1 — Pessac 9 – 5 Nice
Pessac agiert wie ein Team, das genau weiß, was es will: sein Tempo durchsetzen, den Gegner ersticken und Louise Le Chenadec den Rest überlassen.
Und genau das ist passiert.
Travers schlägt zwei Hits und produziert einen Run. Riera setzt ihre Saison als Chefin fort (1/3, 1 RBI, 1 Sacrifice Fly, 1 Run, 0 Passed Balls). Graves (1/3, 1 RBI, 1 Run), Hayes (1 RBI, 1 Sacrifice Fly), Just (1/2, 1 Run) … alle tragen zur Kontrolle von Pessac über das Spiel bei.
Und dann ist da noch Louise Le Chenadec. Siebte Innings komplett. 11 Strikeouts. Nur vier Hits zugelassen.
Nice hat sich dennoch nicht blamiert. Anaisie Bugna schlägt ein Double und drei RBIs. Peculier, Rousselot und Audrey Bertrand fügen wichtige Hits hinzu. Aber zu viele schlecht gemanagte defensive Sequenzen, zu viele ungenaue Pitches.
Khaleesi des Match 1: Louise Le Chenadec für ihr komplettes Spiel mit 11 Strikeouts.

MATCH 2 — Pessac 7 – 3 Nice
Das zweite Spiel spiegelt eine engere Begegnung wider… aber mit dem gleichen Ergebnis.
Pessac schlägt nur sechs Hits, aber jeder davon zählt. Travers, Riera, Graves… wieder. Ein Team, das nicht durch spektakuläre Schläge glänzt, sondern durch eine Konstanz, die den Gegner ermüdet.
Nice hingegen kämpft. Péculier (1/3, 1 Run, 1 Walk), Aït Benali (1/2, 1 Walk, 1 RBI), Bertrand (1/3, 1 Double, 1 Run), Piolin (1/3, 1 RBI) … alle versuchen, das Schiff über Wasser zu halten.
Und wie so oft ist es Louise Le Chenadec, die die Tür schließt. Fünf Innings, nur ein verdienter Run, fünf Strikeouts. Sie dominiert nicht: sie kontrolliert. Und manchmal ist das noch beeindruckender.
Khaleesi des Match 2: Louise Le Chenadec. Zwei Spiele, zwei Siege, zwei große Leistungen. Die Königin der Drachen in ihrem Reich.

Grizzlys de Grenoble vs Comanches de Saint-Raphaël
MATCH 1 — Saint-Raphaël 13 – 6 Grenoble
Grenoble schlägt wenig, aber genau: Meiss (1/3, 1 Run), Simon (1/3, 1 RBI), Korousova (1/3, 1 Double, 1 RBI), Josselin Ogee (1/3, 1 Run) … alle finden Lücken. Aber die Defense bricht, das Pitching leidet, und gegen Saint-Raphaël wird das nie vergeben.
Denn die Comanches marschieren wie eine Armee, die nie zweifelt.
Pauline Prade schlägt zwei Hits, produziert zwei Runs, stiehlt zwei Bases. Lisa Carmen Vieira schlägt 3 Hits und 4 RBIs, wieder ein monströses Spiel. Inès Haudiquer, Elsa Munier, Marjorie Brunel, Chiara Enrione-Thorrand… ein gut geölter Kollektiv, das zum Angriff übergeht.
Grenoble kämpft, aber Saint-Raphaël setzt sein Tempo durch. Und wenn die Comanches ihr Tempo durchsetzen, gibt es kein Spiel mehr.
Khaleesi des Match 1: Lisa Carmen Vieira. Weil sie jeden Auftritt am Schlag zu einer absoluten Bedrohung macht.

MATCH 2 — Saint-Raphaël 12 – 4 Grenoble
Das zweite Spiel ließ keinen Zweifel zu.
Grenoble schlägt sechs Hits, darunter ein Double von Patin und ein RBI von Korousova. Aber das Spiel kippt bereits in den ersten Innings: Bouis und Paladini-Emo kassieren 11 Runs in zwei Innings. Unmöglich, zurückzukommen.
Und auf der anderen Seite… Pauline Prade liefert eine der beeindruckendsten Leistungen der Saison: 4 Hits, 3 RBIs, 3 Runs, 1 Double, 1 Triple, 1 Home Run, 10 Total Bases.
Eine totale Leistung. Eine Leistung, die alles zerschmettert.
Khaleesi des Match 2: Pauline Prade. Weil sie ein Spiel so solide wie Drachenglas geliefert hat.

Saint-Raphaël behält die Tabellenspitze mit einer perfekten Bilanz (12–0). Die Comanches setzen ihre Siegesserie fort und gehen mit einem komfortablen Vorsprung, sowohl in der Tabelle als auch psychologisch, in den nächsten Spieltag.
Dahinter festigt sich Pessac auf Platz zwei. Die Panther bestätigen ihre Regelmäßigkeit und bleiben in direkter Verfolgungsposition. Évry-Courcouronnes, auf Platz drei, bleibt mit einem Spiel Rückstand in Kontakt. Die Pharaoninnen bleiben eine der konstantesten Mannschaften des Feldes und behalten alle Chancen im Kampf um die Spitzenplätze.
Colombes belegt den vierten Platz. Die Wildcats wechseln die Leistungen, bleiben aber im Rennen um eine ausgeglichene Bilanz. Grenoble, auf Platz fünf, und Nice, auf Platz sechs, schließen die Tabelle ab. Beide Mannschaften müssen dringend den Weg zum Sieg finden, um in der zweiten Saisonhälfte wieder aufsteigen zu können. Die Niçoises müssen unbedingt ihren Punktestand erhöhen.
Sébastien Dondé
Foto-Credits: Social Media der Vereine, Website FFBS; Design Ergebnisse und Tabelle: Matteo Van Parys.






