Wir leben in einer Welt, in der Bilder und Videos eine zentrale Rolle spielen. Auch wenn Smartphones heute Aufnahmen in hoher Qualität ermöglichen, ersetzen sie nicht das Know-how eines Fotografen. Der Blick, die Erfahrung und die passende Ausrüstung machen den Unterschied, besonders in der Sportfotografie, wo jeder Moment zählt.
Treffen Sie Jérôme Piat, einen leidenschaftlichen Fotografen, der die beiden Erstligisten aus La Rochelle begleitet: Rugby und Baseball. Er gibt uns Einblicke in seinen Beruf und die Anforderungen der Sportfotografie.
BTVF: Können Sie sich vorstellen?
Ich heiße Jérôme Piat. Ich bin leidenschaftlicher Fotograf, und zwar besonders für Sportfotografie. Was ich an Bildern liebe, ist die Fähigkeit, eine Aktion, eine Emotion, eine Atmosphäre ohne Worte zu erzählen. Durch meine Fotos versuche ich, die Sportler, die Vereine, die Freiwilligen und alles, was ein Event lebendig macht, in den Vordergrund zu rücken.

BTVF: Sie spezialisieren sich auf Sportfotografie. Warum diese Wahl?
Der Sport hat mich natürlich angezogen, weil er alles vereint, was ich gerne fotografiere: Intensität, Bewegung, Konzentration, Anstrengung, Freude, manchmal auch Enttäuschung. Ein Sportfoto kann einen Bruchteil einer Sekunde einfrieren, der sich nie genau gleich wiederholen wird. Das ist es, was mich fasziniert. Man muss aufmerksam, reaktionsschnell, vorausschauend sein und das Spiel spüren.

BTVF: Sie haben eine Vereinbarung mit dem Stade Rochelais für die Spielberichte des Rugby. Was ist Ihre Mission?
Meine Mission ist es, bestimmte Momente rund um die Spiele im Rahmen der Vereinbarung mit dem Verein einzufangen. Das Ziel ist es, die Atmosphäre, die Emotionen, die Fans, die Höhepunkte und alles, was die Identität eines Spiels ausmacht, einzufangen. Rugby ist nicht nur das, was auf dem Platz passiert: Es ist auch eine Atmosphäre, eine Leidenschaft, ein Publikum, Blicke, Gesten. Meine Rolle ist es, all das in Bildern festzuhalten.

BTVF: Sie haben sich für Baseball über den Verein La Rochelle interessiert. Welche Rolle haben Sie?
Mit den Boucaniers besteht meine Rolle darin, den Verein, die Spieler und die Sportart durch die Fotografie ins Rampenlicht zu rücken. Baseball ist in Frankreich noch zu wenig in den Medien vertreten, daher kann das Bild wirklich helfen, es bekannter zu machen. Ich versuche, die Schönheit der Geste, die Intensität der Aktionen, die technische Präzision, aber auch den Teamgeist und das Vereinsleben zu zeigen.

BTVF: Nach dem Fotografieren von Baseball, wie würden Sie diesen Sport durch die Fotografie charakterisieren?
Baseball ist ein sehr interessanter Sport, um ihn zu fotografieren, weil er Geduld, Präzision und Explosivität verbindet. Es kann sehr ruhige, fast stille Momente geben, dann plötzlich eine sehr schnelle Aktion: ein Wurf, ein Schlag, ein Lauf, ein Rutschen, eine defensive Aktion. In der Fotografie ist es ein sehr grafischer Sport mit starken Haltungen, konzentrierten Blicken, technischen Gesten und viel Spannung im Moment.
BTVF: Welches Foto würden Sie sich bei einem Baseballspiel wünschen?
Das Foto, das ich gerne machen würde, wäre ein Bild, das die ganze Intensität des Baseballs zusammenfasst: zum Beispiel ein perfekter Schlag, mit dem Ball im Kontakt mit dem Schläger, der Spieler in voller Drehung, der konzentrierte Blick und die ganze Energie der Geste sichtbar im Bild. Oder ein entscheidender Rutscher zur Home Plate, mit Staub, dem Catcher, dem Läufer und dem Punkt als Ziel im selben Bild. Ein Bild, das sofort eine Geschichte erzählt.

BTVF: Was können wir Ihnen wünschen?
Sie können mir wünschen, dass ich weiterhin Fortschritte mache, Spaß hinter der Kamera habe und vor allem dazu beitrage, Baseball durch meine Fotos bekannter zu machen. Ich möchte, dass meine Bilder Menschen dazu bringen, ein Spiel zu besuchen, sich für lokale Vereine zu interessieren und die Vielfalt dieses Sports besser zu verstehen. Und natürlich weiterhin schöne sportliche und menschliche Momente auf dem Feld erleben.
Interview: D.Cannioux





